Florian Kuhl
Würzburg, 8. September 2017

Medizinische Versorgung auf dem Land stärken

Junge Liberale: Standorte erhalten und Versorgung sicherstellen

Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern angesichts der bezirksweiten Krankenhausschließungen ein Umdenken in der Gesundheitspolitik.

Unterfranken. Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern angesichts der bezirksweiten Krankenhausschließungen ein Umdenken in der Gesundheitspolitik. Dabei sind kommunale und auch bundespolitische Veränderungen vorzunehmen. Der Bezirksvorsitzende Florian Kuhl erklärt dazu: „Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der Freiheit. Entscheidend ist dabei die Versorgung vor Ort. Eins muss klar sein: Einmal geschlossene Krankenhäuser werden nicht mehr geöffnet werden. Es gilt daher nach Möglichkeit das Bestehende zu erhalten, um die Versorgung für die Zukunft nicht zu gefährden. Um dieses Ziel zu erreichen sollte die Schwerpunktversorgung an solchen Standorten ausgebaut werden. Das ermöglicht zum einen das wirtschaftliche Überleben und den Patienten mit einer Notaufnahme weiterhin eine wohnortnahe Anlaufstelle.“

Der Würzburger Bundestagskandidat und Internist Prof. Dr. Andrew Ullmann ergänzte mit Blick auf die Bundespolitik: „Gerade in ländlichen Regionen ist eine engmaschige allgemeinmedizinische Versorgung unabdingbar. Diese darf aber nicht vom Wohnort abhängig sein. Um junge Mediziner wieder für die Allgemeinmedizin zu gewinnen muss dieser Fachbereich massiv aufgewertet werden. Außerdem gilt es die Budgetierung durch den Kassenärztlichen Verbund Bayerns (KVB) endlich abzuschaffen.“ Durch digitale unterstütze Kooperation mit großen Kliniken könnten außerdem auch kleine Standorte bessere Versorgung anbieten und erhalten bleiben. Dies ermöglicht auch bessere Vernetzung von ambulanter und stationärer Medizin. Ullmann dazu: „Die örtliche Politik ist gefragt hierfür die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.“

Abschließend meint Florian Kuhl: „Auch die akutmedizinische Versorgung muss in einer älteren Gesellschaft stärker berücksichtigt werden. Um die notfallmedizinische Versorgung, gerade im ländlichen Raum, dauerhaft sicherzustellen, gilt es den Rettungskräften mehr rechtliche Möglichkeiten einzuräumen, um Patienten notfalls auch ohne ärztliche Betreuung bis ins nächstgelegene Krankenhaus transportieren zu können.“


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