Adelheid Zimmermann
Bad Kissingen, 10. Juli 2018

Taugt unsere Bildung für die Arbeitswelt von morgen?

„Da kommt man auf dem Bahnhof in Bad Kissingen an… und befindet sich fast, ja wo denn?“ Wer wollte unserem Gast, Herrn Dr.Thomas Sattelberger, MdB,  diesen Eindruck verdenken!

Dafür war die Runde der Zuhörer der FDP-Veranstaltung im Hotel Astoria in Bad Kissingen sehr interessiert: Das Thema Frauen in der FDP? „Wir müssen aufpassen, dass Frauen nicht zu den Verlierern der Digitalisierung werden. Das fängt bei der frühkindlichen Erziehung an und muss weitergehen bis an die Unis mit Semesterabschnitten, in denen Frauen und Männer getrennt arbeiten.“ Zur Zeit gibt es relevante Rückgänge  beim Studium von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik bei Frauen.

Die Digitalisierung wird nicht sofort, aber merklich in zwei Dekaden, unsere Wirtschaft verändert haben, so Sattelberger: Vom Versicherungskaufmann, den Bänkern, Landwirten, Redakteuren, Rechtsanwälten, Produktionsgebieten aller Bereiche wird die Veränderung umfassend sein. In der Herstellung wird die Entwicklung hin zu individuellen und Wunschprodukten gehen.  Gewinner werden sein Mathematiker, Naturwissenschaften, Technik, alle Ebenen der Bildung, Kommunikation, Mediendesign, Pflegeberufe, Gesundheit, einfacher Service. Für diese Umstellung werden Schulen gebraucht, die ihre Schüler zu selbstbewußten, kreativen, spielerischen Erfindern werden lassen. Schulen der Zukunft müssen ihren Schülern Freiräume bieten, in denen sie ihren Ideen freien Lauf lassen können. Es gibt in Deutschland bekannte 350 bis geschätzte 1.000 Schulen, in denen Schüler  in einer „School for one“ eine Lernführung bieten, die dem einzelnen Schüler gezielt Entwicklung anbietet, die seine;r  Leistungsfähigkeit  nicht einfach nur entspricht, sondern diese herausfordert.  Also weniger Vorgaben, mehr Montessori, Freiraum , Theaterwerkstatt , Teambildung und Einzelarbeit, Souveränität und Selbstmanagement der Schüler. Auch in Zukunft wird der einzelne Mensch und Schüler, Auszubildende, Lehrer im Mittelpunkt  der Bildung und Ausbildung stehen. Bei zunehmend komplexer werdender Gesellschaft und unterschiedlicher werdenden Klassen wird vom Lehrer die Bändigung und das Management des Chaos erwartet. Dies kann nur gelingen, wenn Lehrer mit diesen unterschiedlichen Welten in einer Klasse vertraut und einverstanden sind.

Das Hilfsmittel, um zu  besten  Ergebnissen zu kommen, bietet die Digitalisierung.  Ohne Digitalisierung kein Zugang zu der Menge und Qualität des Wissens in der Schnelligkeit des Internets. Die Informatik ist die 4.Kulturtechnik der Menschheit neben Schreiben, Lesen , Mathematik.

Die Schulen dürfen sich nicht wehren, diese Bildungstechnik  anzunehmen und zu lehren. Es wäre herausragend, wenn eine Kissinger Schule diese Herausforderung annähme.

Außerdem würden wir uns freuen, wenn die Stadt das Umfeld des Bahnhofs mit einem Willkommen zum Weltbad  gestalten würde. Stadtrat Dr. Hofstetter wird die Herausforderung annehmen.


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