Marianne Blank
Dittelbrunn, 4. Dezember 2003

„BayMess bleibt am Boden“

Sellungnahme zum MainPost-Artikel „BayMess bleibt am Boden“ vom 4. Dez. 03.

„Es ist löblich, dass der neue Verbraucherminister Werner Schnappauf erkannt hat, dass „BayMess“ wie von mir bereits im August dargelegt „BayMist“ ist“, so Marianne Blank (Dittelbrunn), umweltpolitische Sprecherin der FDP Bayern. Er hat recht, dass offizielle Messwerte bereits vorliegen. Allerdings ist beileibe keine Entwarnung angesagt, auch wenn Minister Schnappauf sich freut, dass die Messergebnisse „alle erheblich unter den zulässigen Grenzwerten“ liegen. Ein Beispiel der offiziellen Messungen vom Dezember 2002 liegt mir aus Schweinfurt (Unterfranken) vor. Dort wurden in einem Kinderzimmer in einem reinen Wohngebiet die Werte von 309.152,9 µW/m2 gemessen (em-institut, Dr. Wuschek). Da die deutschen Grenzwerte weltweit mit am höchsten sind, macht dieser Messwert, dem bayerische Kinder Tag und Nacht ungewollt ausgesetzt sind, „nur 25,43 % des deutschen Grenzwerts“ aus. In anderen Ländern, die zur Vorsorge für ihre Bevölkerung niedrigere Grenzwerte haben, beispielsweise die Schweiz, Polen, Ungarn, Russland, Italien, Belgien läge mit diesem Wert eine deutliche Grenzwertüberschreitung vor, diese Werte wären staatlicherseits nicht mehr erlaubt. Herrn Schnappauf fordere ich deshalb zu einem kritischeren Umgang mit vorliegenden Messwerten und den Grenzwerten auf und an Rot-Grün im Bayerischen Landtag appelliere ich, sich für die im Landtagswahlkampf versprochene Grenzwertsenkung mit Vehemenz einzusetzen.

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