Berufliche Bildung

Berufliche Bildung. Mit System zu mehr weltbesten Fachkräften.

Berufliche Bildung

Wir Freie Demokraten müssen dem immer weiter steigenden Fachkräftemangel entgegentreten. Alleine in Mainfranken fehlen rund 20.000 Fachkräfte mit daraus resultierenden Unkosten von bis zu 1,7 Mrd. Euro. Schätzungen rechnen mit 45.000 fehlenden Fachkräften bis 2030.

Frisches Denken für die Berufsausbildung

Dazu müssen die Anerkennung und die Bedeutung von Ausbildungsberufen aber auch deren Attraktivität verbessert werden. Es bedarf einer engen Vernetzung von Universitäten, Fachhochschulen und Berufsschulen – ein Meister ist ebenso viel Wert wie ein Master! Nicht jeder kann und muss ein Studium absolvieren, denn die berufliche Bildung ist eine tragende Stütze für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung wollen wir durch wechselseitige Anrechnung von Modulen und beidseitige Erleichterung der Zugänge stärken, etwa durch Brückenkurse zum Studium.

Frisches Denken für das Konzept der Ausbildung

Die Wahl einer Berufsausbildung darf nicht durch lange Anfahrten zu den Berufsschulen scheitern. Berufsschulen müssen in der Region mehr Wertschätzung durch Sanierung und Neubau erhalten. Auch müssen digitale Berufsschulen mit Online-Kursen als Lösung herangezogen werden.

Berufsbilder und Anforderungsprofile wandeln sich schneller als je zuvor. Dem müssen wir uns durch Flexibilität und Vielfalt stellen. Die Ausbildung muss modularisiert und in Ausbildungsbausteine – also standardisierte, arbeitsmarktbezogene Kompetenzeinheiten – gegliedert werden. In den ersten beiden Ausbildungsjahren sollen künftig grundlegende Kernqualifikationen vermittelt werden. Im dritten Jahr soll dann die Spezialisierung erfolgen.

Zudem müssen wir die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen vorantreiben. Durch das Konzept der Modularisierung und die Etablierung von Ausbildungsbausteinen schaffen wir die Durchlässigkeit zu verschiedensten Berufen. Weiter bedarf es jedoch der verbesserten Anerkennbarkeit von erbrachten Leistungen, z.B. bei einem Wechsel aus einem Bachlorstudiengang zur Ausbildung und umgekehrt.

Frisches Denken für Weiterbildungen

Jede Weiterbildung soll digital möglich sein. So schaffen wir zeit- und ortsunabhängige Fortbildungsmöglichkeiten. Jedermann muss individuell in die Lage versetzt werden, lernen zu können – unabhängig von seinen lokalen Möglichkeiten.

Ebenso bedarf es einer intensiveren Weiterbildung der Lehrer an Berufsschulen am Puls der Zeit. Innovation muss zum Lebensgefühl an allen Stellen werden. Dazu gehört es, dass auf allen Bildungswegen mit aktuellster Technik und Lernmöglichkeiten gearbeitet wird. Nur so werden wir der stetigen Digitalisierung und dem damit verbundenen Wandel in der Arbeitswelt gerecht.

Frisches Denken für Förderungen der Weiterbildung

Das Meister- oder Aufstiegs-BAföG muss weiterentwickelt werden. Den Zuschussanteil wollen wir sukzessive erhöhen und den Darlehensanteil entsprechend verringern. Zudem müssen diese Arten der Förderungen zinslos gestellt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Lehrgangsgebühren für Aufstiegsqualifizierungen durch öffentlich finanzierte Bildungsgutscheine unterstützt werden.