Logo FDP Unterfranken

Finger weg von Grönland – Bekenntnis zur Souveränität Grönlands

Grönland ist ein autonomes Territorium innerhalb des Königreichs Dänemark mit einer
starken eigenen politischen Identität und demokratisch legitimierten
Selbstverwaltungsstrukturen. Die grönländische Bevölkerung besitzt das Recht auf
politische Selbstbestimmung, einschließlich der Frage eines möglichen Austritts aus
dem dänischen Staatsverband.

 In den vergangenen Jahren wurden von Seiten der Vereinigten Staaten – insbesondere
 durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – Überlegungen und Pläne einer
 Übernahme oder eines Erwerbs Grönlands öffentlich geäußert. Solche Pläne
 widersprechen der Souveränität Dänemarks, den Rechten der grönländischen Bevölkerung
 sowie den Grundsätzen internationaler Ordnung. Als liberale und transatlantisch
 orientierte Jugendorganisation bekennen wir uns zum Völkerrecht, zur territorialen
 Integrität europäischer Staaten und zur Selbstbestimmung freiheitlich-demokratischer
 Gesellschaften.

 Die FDP Unterfranken fordert daher:

  •  1.Anerkennung der bestehenden Souveränität
     Die territoriale Integrität des Königreichs Dänemark sowie die autonome Stellung
     Grönlands sind unmissverständlich zu respektieren.
  •  
  •  2.Recht auf Selbstbestimmung der Grönländerinnen und Grönländer
     Jegliche Veränderung des politischen Status Grönlands darf ausschließlich auf
     Grundlage des demokratisch artikulierten Willens der grönländischen Bevölkerung
     erfolgen.
  •  
  •  3.Klare Absage an Annexionen oder „Übernahmeangebote“
     Die Bundesregierung und die EU sollen sich eindeutig gegen Übernahmepläne oder
     Erwerbsangebote durch Drittstaaten – einschließlich der USA – aussprechen,
     sofern diese nicht auf demokratischer Selbstbestimmung beruhen.
  •  
  •  4.Keine militärische Instrumentalisierung
     Sollten Drittstaaten militärische oder militärisch flankierte Mittel einsetzen,
     um Veränderungen des politischen Status Grönlands zu erzwingen, wäre dies als
     Angriff auf europäische Souveränität zu werten.
  •  
  •  5.Überprüfung der Sicherheitsarchitektur bei militärischer Annexion
     Kommt es durch einen Bündnispartner zu einer gewaltsamen Annexion eines
     europäischen Gebietes oder Territoriums gegen den Willen der betroffenen
     Bevölkerung, müssen europäische Staaten die Tragfähigkeit der bestehenden
     transatlantischen Sicherheitsarchitektur – einschließlich der Rolle der USA –
     grundlegend überprüfen.
  •  
  •  6.Stärkung der europäischen Handlungsfähigkeit
     Die EU wird aufgefordert, ihre politischen und sicherheitspolitischen
     Instrumente auszubauen, um europäische Souveränität gegenüber Drittstaaten und
     Machtprojektionen zu schützen.